BorgBackup - kurz Borg
Hierzu muss ich eigentlich gar nicht viele Worte verlieren. Die Anleitung im Netz ist der Reihe nach umsetzbar.
Warum ich Borg Backup einsetze:
Effizienz
BorgBackup ist ein de-duplizierendes, komprimiertes System.Sicherheit
Durch Verschlüsselung mit AES-256 kann das Backup auch auf einem Remote-System gehalten werden. Der Modus Append-Only ist das Backup vor Lösung oder Ransomware geschützt.Flexibilität
Backups können lokal oder via SSH-Tunnel erstellt werden. Auf der entfernten Gegenstelle muss BorgBackup nicht (unbedingt) installiert sein.Verwaltung
Mitborg prunekönnen Regeln aufgestellt werden, wie lange Backups aufgehoben werden sollen.
Installation
Wie Du Dir wohl schon gedacht hast, ist die Installation von der verwendeten Distribution abhängig. Auf LinuxMint installierst Du es als root mit:apt install borgbackup
Wenn Du ungeduldig bist, findest Du hier den Schnelleinstieg.
Helferlein
Du kennst rsync oder die Methode BTRFS-snapshots auf eine separate Festplatte zu sichern. Der Vorteil ist, dass Du direkt über das Dateisystem auf die Sicherung zugreifen kannst. Das ist praktisch, wenn Du nur bestimmte Dateien oder Verzeichnisse wiederherstellen möchtest. Der Nachteil ist, dass Du entweder Dein bisheriges Backup überschreibst oder sehr viele Dateien redundant sicherst.
Borg ist ein Werkzeug, das zu auch später zum Zugriff auf Dein Backup benötigst. Wie Du oben gesehen hast, unterstützen praktisch alle Distributionen Borg.
Bevor Du Dir einen Backup-Server einrichtest, mache ein paar Fingerübungen mit lokalen Backups auf eine externe Festplatte. Ich habe meine Backups automatisiert, mir reicht daher ein Terminal. Zum Kennenlernen und für einen besseren Überblick kannst Du Dir folgende grafische Tools angucken:
Vorta
Vorta gibt es für Linux, Mac und Windows. Das UI ist etwas spartanisch.
Pika Datensicherung
Pika gibt es als Flatpak oder kann nativ auf Linux installiert werden. Unterstützung für andere Systeme bietet dieses Tool nicht.
Hinter den Kulissen
Initialisierung:
An der Stelle wo Du das Backup haben möchtest, legst Du ein Verzeichnis an und führst diesen Befehl ausborg init --encryption=repokey /path/to/repo. Die Verschlüsselung ist optional und kann auch weggelassen werden.Erstellen:
Mit dem Befehlborg create /path/to/repo::2026-05-09 ~/src/Documentserstellst Du ein Backup. Das Datum als Zeitstempel muss bei jeder neuen Sicherung angepasst werden.Kontrolle:
Mit dem Befehlborg list /path/to/repokontrollierst Du listest Du alle gemachten Backups auf und siehst, ob diese erfolgreich waren. Mit borg mount kannst du ein Backup in Dein Dateisystem montieren, den Inhalt prüfen oder wiederherstellen.Extrahieren:
Wenn du bereits weißt, was Du wiederherstellen möchtest, ist der Befehlborg extracthilfreich.
Automatisierung
Zitat Rufux: "Backups, an die Du denken musst, machst Du meistens doch nicht."
Starte Dein backup automatisch, wenn:
... es Zeit ist: Technisch heißt das per cron-job
Schnapp Dir das Beispiel-Skript und passe es an Deine Bedürfnisse an. Richte einen cron-job ein, der dein Skript regelmäßig ausführt. Dazu muss Dein Rechner zu diesem Zeitpunkt gestartet und "verbunden" sein.... es verbunden ist:
Lege unter/etc/NetworkManager/dispatcher.d/ein Skript an - z.B.:10-startBackup-on-eth0.sh#!/bin/bash
INTERFACE=$1
ACTION=$2
if [ "$ACTION" = "up" ] && [ "$INTERFACE" = "eth0" ]; then
/pfad/zu/deinem/skript.sh
fi... es Platz hat:
Wenn Du das Backup starten möchtest, wenn Du deine Backup-Platte anschließt. Lege z.B. folgende Datei an:/etc/udev/rules.d/99-usb-drive.rulesDer Inhalt sollte dann in etwa folgender sein:
ACTION=="add", SUBSYSTEM=="block", ENV{ID_BUS}=="usb", RUN+="/pfad/zu/deinem/skript.sh"